Sofort wirksamer Klimaschutz im Verkehr – jetzt nutzen
Im Januar 2026 hat das BMUKN (Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit) öffentlich zur Beteiligung an der Konsultation eingeladen ..
Deutschland soll bis zum Jahr 2045 treibhausgasneutral werden. So regelt es das Bundes-Klimaschutzgesetz, und gibt und den Weg dorthin vor: bis zum Jahr 2030 soll der Treibhausgasausstoß mindestens 65 Prozent, bis zum Jahr 2040 mindestens 88 Prozent geringer sein als im Jahr 1990. Parallel zur Minderung des Treibhausgasausstoßes sollen die natürlichen Senken ausgebaut werden. Die Maßnahmen, mit denen diese Ziele erreicht werden sollen, werden in den Klimaschutzprogrammen der Bundesregierung verankert und beschlossen.
Nach § 9 Bundes-Klimaschutzgesetz dient das innerhalb der ersten zwölf Monate der Legislaturperiode durch die Bundesregierung zu beschließende Klimaschutzprogramm der Erreichung der nationalen Klimaziele bis 2030 und 2040 und trägt darüber hinaus auch zur Erfüllung der Verpflichtungen aus der europäischen Klimaschutzverordnung bei. Begleitend zur derzeit laufenden Arbeit am Klimaschutzprogramm lädt das BMUKN als federführendes Ressort ab heute Länder, Kommunen sowie ein breites Spektrum an Wirtschaftsverbänden, zivilgesellschaftlichen Verbänden und wissenschaftliche Begleitgremien der Bundesregierung ein, sich mit eigenen Vorschlägen an der Arbeit am Klimaschutzprogramm zu beteiligen.
Als gemeinnütziger Verein Mitfahrverband e.V. haben wir mit unseren Mitglieder (viele führende Mitfahrplattformen aus Deutschland und Europa sind bereits Mitglieder) an der Konsultation beteiligt. Wir denken, dass wir sehr wesentliche und sofort wirksame Maßnahmenvorschläge zur direkten Emissionsreduktion beitragen können und diese gleichzeitig den gesellschaftlichen Zusammenhalt sehr befördern können.
- Der Verkehrssektor verursacht 20 % der Treibhausgase. Das Problem ist nicht das Auto, sondern seine geringe Belegung.
- Private Fahrgemeinschaften können sofort Millionen Tonnen CO₂ einsparen, ohne neue Autos, Investitionen oder Einschränkungen der Mobilität.
Unsere Stellungnahme vom 12. Januar 2026 hier zeigt konkrete, sofort umsetzbare Maßnahmen zur Erhöhung des Pkw-Besetzungsgrads und das enorme Potenzial dieses Hebels.
Leider haben wir hierzu weder eine Eingangsbestätigung noch eine inhaltliche Rückmeldung erhalten. Mit der Einsendung der Stellungnahme hat der Mitfahrverband sich ausdrücklich damit einverstanden erklärt, dass die Stellungnahme unter Nennung der Organisation im Rahmen der Auswertung der Öffentlichkeitsbeteiligung veröffentlicht werden darf. Dies ist leider bisher nicht erfolgt und daher haben wir die Stellungnahme hier nachträglich veröffentlicht.
Vor dem Hintergrund, dass der Verkehrssektor weiterhin deutlich hinter den Klimazielen zurückbleibt, halten wir es für kritisch, dass ein zentraler Hebel bislang unberücksichtigt bleibt: Die effizientere Nutzung bereits vorhandener Fahrzeuge und Fahrten.
Dieser Ansatz ist kurzfristig wirksam, verursacht vergleichsweise geringe Kosten und kann einen relevanten Beitrag zur Emissionsreduktion leisten.
Wir würden uns daher über eine Rückmeldung freuen, ob und in welcher Form entsprechende Ansätze im weiteren Prozess berücksichtigt werden.
Gerne stehen wir für einen fachlichen Austausch zur Verfügung.
Haben Sie noch Fragen?
Besuchen Sie uns einfach bei unserem offenen Online-Treff – 📅 jeden Freitag um 10:00 Uhr.
Hier könnt ihr eure Fragen direkt mitbringen und euch mit Experten austauschen.
Herzliche Grüße vom Mitfahrverband e.V.
